HNO Heilkunde und Allergologie
Dr. med. Andreas Bodlien | Dr. med. Meike Lingner | Dr. med. Marc Kassuhn

Allergologie

Ursachen der Entstehung einer Allergie

Gelangen fremde Stoffe (Allergene) in den menschlichen Körper, so reagiert dieser mit Abwehrmaßnahmen, die durch typische Symptome (Niesreiz, Juckreiz, Schnupfen, Luftnot, Schwellungen und Rötungen der Haut etc.) zu erkennen sind.

Das Immunsystem des Menschen bekämpft so selbst harmlose Fremdstoffe, wie Blütenpollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Nahrungsmittel, Insektengifte oder Tierhaare. Nach Kontakt mit dem allergieauslösenden Stoff kommt es zu einer überschießenden Immunreaktion mit den entsprechenden Symptomen. Wenn es nicht möglich ist, diesen Stoff aus dem Lebensumfeld zu verbannen, treten die Beschwerden mit jedem Kontakt erneut auf, mit langsamer Verschlimmerung und Ausweitung der Symptome. So kann ein anfänglich "harmloser" Heuschnupfen sich langsam zu einem allergischen Asthma bronchiale entwickeln.

Diagnostik

Zur Diagnostik einer Allergie setzen wir modernste Verfahren ein, die die Wirkung von Allergenen auf die Haut und die Atemwege objektivieren. Umfassende Laboranalysen ergänzen die Untersuchungen und erlauben so abschließend eine Festlegung der individuellen Therapie für den Allergiepatienten.

  • Pricktest
  • Intracutan-Test
  • Scratch-Test
  • Reibetest
  • Epicutantest
  • Nasale Provokationstests
  • In-Vitro-Labordiagnostik: Gesamt-IgE, Spezifisches IgE

Therapiemöglichkeiten

  • Beratung zur Allergenreduktion bzw. -karenz
  • Individuelle medikamentöse Therapie
  • Spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung)

Leider werden Allergien bisher vielfach nur unzureichend behandelt. Eine medikamentöse Behandlung ist möglich, meist beseitigen Medikamente jedoch nur kurzfristig die Krankheitssymptome, ohne den eigentlichen Krankheitsverlauf zu ändern. Ziel einer Allergie-Therapie muss es sein, eine spezifische Aktivierung des körpereigenen Immunsystems zur erreichen, um die allergischen Reaktionen langfristig auszuschalten. Eine derartige immunbiologische Maßnahme mit anhaltender Wirkung stellt die Hyposensibilisierung dar.

Spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung)

Ziel der Hyposensibilisierung ist es, die Empfindlichkeit auf einen allergen wirkenden Stoff herabzusetzen. Während der Behandlung wird der Körper immer wieder mit dem allergenen Stoff in geringer Konzentration konfrontiert. Nach abgeschlossener Behandlung (ca. nach 3-5 Jahren) bleibt bei einem erneuten, natürlichen Kontakt mit dem Allergen eine überschiessende Immunreaktion aus.

In unserer Praxis werden folgende Therapien durchgeführt:

  • konventionelle subcutane Immuntherapie (Spritzungen des Allergens in das Unterhautfettgewebe des Oberarmes)
  • SLIT (sublinguale Immuntherapie; Medikament wird über die Mundschleimhäute in Form von Tabletten, Tropfen oder Saft aufgenommen) Die SLIT -Therapie eignet sich dabei vor allem für die Anwendung bei Kindern.

In speziellen Allergiezentren werden im Rahmen besonderer Fragestellungen (z.B. Bienen-Wespengifthyposensibilisierung) meist stationär besondere Therapien wie z.B. die Clustertherapie oder die Rush-Immuntherapie durchgeführt. Unser Kooperationspartner in diesen besonderen Fällen ist die Hautklinik Linden in Hannover. http://www.mh-hannover.de/dermatologie.html

 

Weitere Informationen:
www.hno-aerzte-im-netz.de

 

Siehe auch Artikel Notfallprophylaxe (Latex):
HNO aktuell
Braunschweiger Zeitung